Bezirksversammlung Altona

Auszug - Anfrage der Linken "Population von Breitfledermäusen an der Von Sauer Straße" Mitteilungsdrucksache des Amtes   

 
 
Sitzung des Ausschusses für Grün, Naturschutz und Sport
TOP: Ö 5.1
Gremium: Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 03.02.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:20 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungsraum des Technischen Rathauses (EG)
Ort: Jessenstraße 1, 22767 Hamburg (Zugang über Nebeneingang Jessenstraße, Ecke Virchowstraße)
20-0820 Anfrage der Linken "Population von Breitfledermäusen an der von Sauer Straße"
Mitteilungsdrucksache des Amtes
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsdrucksache öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Ein Vertreter des NABU sowie Fledermausexperte erklärt, dass die Population von Breitfledermäusen zurückgegangen sei. Die Breitfledermäuse würden in Steinhöhlen leben. Manchmal würden sie unerkannt auch in bewohnten Gebäuden leben. Es seien an Gebäuden, wie beispielhaft am S-Bahnhof Bahrenfeld alle Fugen und Ritzen geschlossen worden, so dass den Fledermäusen ihr Lebensraum genommen worden sei. Weiterhin sei eine alte Kastanie am Bahrenfelder See gefällt worden, die ebenfalls als Lebensraum für Fledermäuse gedient habe. Fledermäuse würden sehr spät ihre Winterquartiere aufsuchen. Nach Beobachtungen seien die Fledermäuse am 05.10.2014 in ihr Winterquartier in der Von-Sauer-Straße gekommen. Um die Fledermausquartiere zu erhalten, sollte dem Bauherrn für den Gebäudekomplex im Straßendreieck Von-Sauer-Straße, Bahrenfelder Chaussee und Straußstraße die Auflage gemacht werden, Fassadensteine für Fledermäuse in die Fassade einzubauen.

 

Auf Nachfrage von Herrn Harders ist der Vertreter des NABU bereit, seine persönlichen Aufzeichnungen zur Breitfledermauspopulation zur Verfügung zu stellen.

 

Herr Schaefer teilt mit, dass der Bauausschuss dafür Sorge tragen solle, dass in dem Gebäudekomplex im Straßendreieck Von-Sauer-Straße, Bahrenfelder Chaussee und Straußstraße möglichst viele Fassadensteine für Fledermäuse in die Fassadenfläche eingebaut würden.

 

Auf Nachfrage von Frau Botzenhart teilt Herr Schaefer weiterhin mit, dass der Bauherr ein Gutachten zu Fragen des Artenschutzes beauftragen müsse. Nach § 61 HBauO (Vereinfachtes Genehmigungsverfahren) sei der Naturschutz/Artenschutz kein Prüfgegenstand im Rahmen der Baugenehmigung. r Fragen des Artenschutzes sei die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt zuständig. Gebäude rften teilweise ohne Abbruchgenehmigung abgebrochen werden. Mit der letzten Novelle der HBauO sei als erklärtes Ziel die Eigenverantwortung der Bauherrn bzw. der Bürger gestärkt worden. Verantwortlich sei allein der Bauherr. 


Auf Antrag von Frau Kouptsidis beschließt der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport einstimmig die folgende Empfehlung zur Weiterleitung an den Bauausschuss:

 

Der Bauausschuss solle im Rahmen seiner Fachberatungen dafür Sorge tragen, dass in dem Gebäudekomplex im Straßendreieck Von-Sauer-Straße, Bahrenfelder Chaussee und Straußstraße möglichst viele Fassadensteine für Fledermäuse in die Fassadenfläche eingebaut werden. Weiterhin soll die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt darum gebeten werden, dass zusätzlich zu den Baugenehmigungen Flyer für den Fledermausschutz verteilt werden können.