Bezirksversammlung Altona

Auszug - Holsten Areal Sachstandbericht des Amtes zu den Ergebnissen der Bürgerwerkstatt vom 02.12.2017   

 
 
Sitzung des Planungsausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Planungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 17.01.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:34 - 21:22 Anlass: Sitzung
Raum: Aula des Marion Dönhoff Gymnasiums
Ort: Willhöden 74, 22587 Hamburg
Zusatz: Bitte beachten Sie Zeit und Ort der Sitzung. Die Öffentliche Plandiskussion beginnt um 19 Uhr.
20-4416 Holsten Areal
Sachstandbericht des Amtes zu den Ergebnissen der Bürgerwerkstatt vom 02.12.2017
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsdrucksache öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Ein Vertreter der steg Hamburg mbH stellt die Ergebnisse des Workshops zum Holsten Areal am 02.12.2017 vor (siehe Anlage) und beantwortet Fragen aus dem Ausschuss wie folgt:

 

  • Eine Besonderheit in diesem Verfahren sei, dass Bürgeranregungen in die Pläne aufgenommen und wieder an die Bürger zurückgespiegelt worden seien. (Bisheriges Beteiligungsverfahren siehe S.2)
  • An der Bürgerwerkstatt hätten über den Tag hinweg etwa 150 Personen teilgenommen. Vertreter unterschiedlichster Sparten, wie etwa Sport oder Kultur, seien ins Gespräch gekommen.
  • Zum Bereich Wohnen sei insbesondere der Wunsch nach einer Durchmischung des Quartiers deutlich geworden.
  • Der Thementisch Kultur habe gezeigt, dass kein eigenes Stadtteilkulturzentrum gewünscht sei, sondern eher ergänzende Angebote zu den umliegenden Zentren.
  • r das vorgesehene „Community-Center“ folge das Konzept noch. Eine Bündelung der Aktivitäten sei das Ziel.
  • Beim Thementisch Inklusion sei es besonders um die lokale Ökonomie gegangen. Es solle auch versucht werden, das Gewerbe inklusiv auszurichten. Eine Mietpreisbindung sei vorstellbar.
  • Zur Thematik Park und Freiraum sei insbesondere auch der Wunsch nach attraktiven Grünflächen, die sinnvoll mit dem Umfeld verknüpft sein sollten, geäert worden.
  • Der FC Teutonia habe angeboten, bei Engpässen auch Räume zur Verfügung zu stellen. Ein größeres Sportfeld sei nicht vorgesehen, dafür solle aber Sport im Community-Center ermöglicht werden.
  • Es habe seitens der Teilnehmer keine grundsätzliche Kritik am Verfahren gegeben. Insgesamt sei eine gute gemeinsame Basis gefunden und viele Träger aktiviert worden.
  • Jeder Teilnehmer der Veranstaltung habe am Eingang ein 2 x 1m großes Plakat mit den entsprechenden Überarbeitungshinweisen zum Entwurf vorgefunden. Auch an den Thementischen seien die ausstehenden Nacharbeiten immer wieder thematisiert worden und es sei der Eindruck entstanden, dass die Bürger dies verstanden hätten.
  • Bei dem Workshop habe es sich um eine Diskussion gehandelt. Eine Darstellung von der Häufigkeit der Nennung einzelner Argumente in Zahlen sei nicht möglich, allerdings seien die genannten Punkte entsprechend der Häufigkeit gelistet.
  • Die Rahmendaten des Vorhabens seien im Letter of Intent (LOI) festgehalten. Fachvertreter des Bezirksamtes und der Investor seien vor Ort gewesen. Ebenso sei den Bürgern mitgeteilt worden, wenn Anregungen „utopisch“ ausgefallen seien.

 

Herr Szczesny lobt die Vorstellung als sehr umfangreich. Allerdings habe das Nutzungskonzept mit dem ursprünglichen städtebaulichen Wettbewerb nur noch wenig zu tun. Es stelle sich die Frage, ob der Vorhabenträger dies in Ordnung fände. Zudem gebe es die Stellungnahme, dass die Bruttogeschossfläche im aktuellen Entwurf zu hoch sei. Es sei gegebenenfalls ein Beschluss notwendig, um auf die Einhaltung des LOI hinzuweisen.

 

Herr Conrad betont, der Vorhabenträger sei auf der Veranstaltung gewesen und kenne auch das Protokoll. Der Entwurf entspreche nicht mehr den Vereinbarungen des LOI.

Zwischenzeitlich sei schon das zweite Schreiben mit der Aufforderung einer Überarbeitung des Entwurfes an den Vorhabenträger gegangen. Alle zuständigen Fachbehörden seien ebenfalls in Kenntnis gesetzt worden.  

Der nächste Verfahrensschritt sei nun, dass der Vorhabenträger einen Entwurf einreiche, der der Zielzahl nahe käme. Dann könnten alle weiteren Themen abgehandelt und ein städtebaulicher Vertrag entworfen werden.

Es seien noch einige grundsätzliche Fragenkomplexe, z.B. bezüglich dem Thema Schule, offen.

Je früher aber das Community-Center vergeben werde, desto besser. Der städtebauliche Vertrag solle hier deutlich früher als üblich geschlossen werden. 

 

Herr Trede spricht sich dafür aus, das weitere Verfahren solange auszusetzen, bis eine Überarbeitung vorliege. Der Inhalt des LOI müsse in Gänze in den städtebaulichen Vertrag übernommen werden.

 

Herr Flemming betont, es gebe Punkte, die nicht über einen städtebaulichen Vertrag geregelt werden könnten. Die Bürger versuchten oftmals den Bedarf, den es in einer Stadt gebe, in einem Quartier unterzubringen. Hier werde positiverweise auch in Richtung der angrenzenden Quartiere geschaut, um eine Verknüpfung zu schaffen.

 

Herr Szczesny plädiert dafür, den Vorschlag von Herrn Trede zur Aussetzung des Verfahrens zum Antrag zu erheben.

Die Erschließung solle in jedem Fall vom Vorhabenträger vorgenommen werden. Zu beachten sei aber, dass die Infrastruktur, auch aufgrund der Größe des Gebietes, durchaus komplex sei.

Es solle in jedem Fall ein Grobkonzept vorbereitet werden, um ins Bebauungsplanverfahren einzusteigen. Der städtebauliche Vertrag in einem frühen Stadium sei sehr zu begrüßen.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Präsentation Holsten Areal Bürgerwerkstatt_Internet (3056 KB)      

Der Planungsausschuss beschließt einstimmig, dass das Amt solange keine weiteren Schritte im Verfahren unternehmen soll, bis das Unternehmen einen überarbeiteten Entwurf entsprechend der Hinweise aus der Jurysitzung und den Vereinbarungen aus dem Letter of Intent eingereicht hat. Der Vorhabenträger ist entsprechend zu informieren.

 

[Nachtrag zu Protokoll:

Die Sprecher haben am 01.02.2018 die Antwort des Vorhabenträgers per E-Mail zur Kenntnis erhalten, siehe nicht-öffentliche/ vertrauliche Anlage.]