Bezirksversammlung Altona

Auszug - Anliegen der Initiative OTTENSER GESTALTEN  

 
 
Sitzung des Verkehrsausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Verkehrsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 04.11.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:02 - 21:00 Anlass: Sitzung
Raum: Kollegiensaal (Rathaus Altona)
Ort: Platz der Republik 1, 22765 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Vertreter der Initiative OTTENSER GESTALTEN stellen den Ausschussmitgliedern anhand einer Präsentation (Anlage) ihr Anliegen vor und berichten Folgendes:

 

  • Die Initiative sehe das größte Problem darin, dass es grundsätzlich zu viele Autos auf den Straßen gebe. Aus diesem Grund hätten sie ein alternatives Verkehrsprojekt r Altona entworfen, das u.a. sehr detailliert auf der eigenen Internetseite vorgestellt werde. Es ließe sich zudem gut in das Gesamtkonzept für Hamburg integrieren.
  • Eine zeitnahe Umsetzung des Anwohnerparkens in Ottensen werde von der Initiative befürwortet.
  • Des Weiteren werde eine Verbesserung für Fußnger und Fahrradfahrer angestrebt.
  • Den Beschluss der Bezirksversammlung vom 28.03.2019 zu dem Pilotprojekt „Ottensen macht Platz“ unterstütze die Initiative. Das Projekt sei innovativ und mutig. Aus diesem Grund werde auch eine Ausweitung vorgeschlagen.
  • Der neu zur Verfügung stehende Raum werde von den Anwohnern und Besuchern des Quartiers gut genutzt. Eine aggressive Stimmung auf den Straßen sei nicht wahrgenommen worden. Die Initiative habe viel positives Feedback von Bürgern und Gewerbetreibenden erhalten.
  • Es zeichneten sich jedoch auch negative Auswirkungen auf die umliegenden Straßen ab. Die Initiative wünsche sich generell Vorschläge für stark frequentierte Straßen und Lösungsansätzer befristete Maßnahmen bei Straßensperrungen in Bauphasen (z.B. Elbchaussee).
  • Der Parkplatzsuchverkehr sei ebenfalls sehr stark angestiegen und Parkverbotsschilder und -zonen würden häufig nicht mehr beachtet.
  • Durch das Pilotprojekt „Ottensen macht Platz“ habe sich eine neue Verkehrsführung gebildet und Tempo-30-Zonen würden teilweise nicht mehr eingehalten. Hier müsse dringend vermehrt kontrolliert und die wachsende Belastung durch zunehmenden Verkehr überprüft werden.

 

Herr Sülberg nimmt auf die Fragen der Initiative am Ende der Präsentation Bezug und erläutert, dass eine Umwandlung der Klausstraße in eine Fahrradstraße nur möglich sei, wenn dort der Fahrradverkehr vorherrsche. Er weist zudem daraufhin, dass durch die Einführung des Anwohnerparkens viele Parkplätze wegfielen und ein genaues Einführungsdatum bisher noch nicht bekannt sei.

 

Frau Dr. Frielinggt ergänzend hinzu, dass das Anwohnerparken großflächig eingeführt werde, da der Parkdruck ansonsten immer nur eine Straße weiter „wandere“.

 

Herr Olshausen erklärt, die Ausweitung des Anwohnerparkens erfolge schrittweise von Osten nach Westen.

 

Herr Müller-Goldenstedt merkt an, der PKW-Verkehr könne nur abnehmen, wenn für Hamburg ein ganzheitlicher Masterplan für den Schienenverkehr und den Nahverkehr entwickelt werde. Die Autofahrer müssten die Möglichkeit haben, problemlos auf den Nahverkehr umsteigen zu können. Dies müsse das vorrangige Ziel sein.

 

Herr Schmuckall erklärt, dass Gespräche über eine eventuelle Erweiterung des Projektes „Ottensen macht Platz“ erst nach der Evaluierung und Auswertung erfolgen könnten. Es sei außerdem interessant, wie die Polizei die Situation bewerte. Daher werde es bis Ende Februar keine Planungen zu einer Ausweitung geben können.

 

Herr Weiß erläutert auf Nachfrage, es gebe bei solchen Projekten immer eine gewisse Verlagerung des Verkehrs in die Nebenflächen. Bisher habe es keine Beschwerden beim zuständigen Polizeikommissariat gegeben. Es sei bekannt, dass in der Straße Am Felde ein erhöhtes Verkehrsaufkommen herrsche. Unter anderem müsse dort der Zulieferverkehr für den ansässigen REWE-Markt aus dem Gebiet herausfahren. Der Verkehr sei hier von einem sehr geringen zu einem noch ertragbaren Maß angestiegen.

 

Frau Naujokat weist darauf hin, dass die Veränderungen noch nicht abgeschlossen seien und weiterfortschreiten würden, wenn die Veloroute und das Bewohnerparken für das Gebiet eingeführt würden.

 

Herr Bromm erklärt auf Nachfrage eines Bürgers, dass in der Holländischen Reihe Verkehrsstatistikzahlen erhoben worden seien, um ermessen zu können, ob vermehrt Kontrollen durchgeführt werden müssten.

 

Herr Batenhorst merkt an, dass viele Anwohner in Ottensen ein Auto besäßen und die Preise für Stellplätze in den umliegenden Parkhäusern zu hoch seien und vom Bezirksamt nachverhandelt werden müssten.

 

Frau Dr. Frieling fasst zusammen, dass eine gespaltene Meinung in der Bevölkerung zu dem Projekt Ottensen macht Platz vorherrsche. Die Verkehrssituation um das Projektgebiet herum werde weiterhin beobachtet.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Präsentation OTTENSER GESTALTEN (519 KB)