Bezirksversammlung Altona

Drucksache - XIX-2858  

 
 
Betreff: Jugendberufsagentur
Kleine Anfrage von Stefanie Wolpert (GRÜNE-Fraktion)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Kleine Anfrage öffentlich
  Aktenzeichen:123.30-11
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss
05.08.2013 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   
Bezirksversammlung
22.08.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Das Bezirksamt Altona beantwortet die Fragen wie folgt:

 

1.                  Gab es bei der Auswahl des Standortes Schwierigkeiten? 

1.1              Wenn ja, welche und warum? Wann und warum wurde der jetzige Standort ausgewählt? 

 

Zu Frage 1 und 1.1:
In den ersten Planungen wurde ein gemeinsamer Standort der Bezirksämter Eimsbüttel und Altona am Sitz der Arbeitsagentur in Eimsbüttel favorisiert. Im Zuge der sich entwickelnden differenzierten Raum- und Personalplanung wurde erkennbar, dass für das zukünftige Personal der Jugendberufsagentur (JBA) beider Bezirke die vorhandenen Räumlichkeiten nicht ausreichend vorhanden sein werden. Vor diesem Hintergrund wurde durch die Lenkungsgruppe JBA am 18.03.2013 beschlossen, dass die Umsetzung der JBA in zwei regionalen Standorten erfolgen soll, in Altona ist dieser in der Kieler Straße 39.

 

1.2               Wurde der Bezirk bei der Auswahl des Standortes mit einbezogen?

 

Zu Frage 1.2:

Nein. (Bei dem Standort handelt es sich um den der Arbeitsagentur.)

 

1.3               Wurden die Vorschläge des Bezirkes berücksichtigt?

1.3.1              Wenn nein: Welche waren es und warum?.

 

Zu Frage 1.3 und 1.3.1:

Siehe Beantwortung 1.2.

 

2.                  Seit wann steht fest eine Steuerungsgruppe einzusetzen?

 

Zu Frage 2:
Mit der Entscheidung für einen eigenen Altonaer Standort wurde eine Steuerungsgruppe innerhalb des Dezernates 3 etabliert.

 

3.                  Welche Aufgabe und welches Ziel hat die Steuerungsgruppe?    

 

Zu Frage 3:
Die Steuerungsgruppe entwickelt konzeptionelle Eckpunkte zur Umsetzung der JBA. Ziel ist es, die operative Zusammenarbeitsebene zwischen der Arbeitsverwaltung und der Jugendhilfe in kommunaler Trägerschaft zu entwickeln.

    

4.                  Wie ist die Steuerungsgruppe besetzt?

 

Zu Frage 4:
Die Steuerungsgruppe ist mit den folgenden Personen besetzt:
- Regionalleitung des Jugendamtes der Region I, (JA 10)
- Abteilungsleitung Integrierte Sozialplanung, (SR 10)
- Arbeitsmarktkoordinatorin, (SR 13)
- Straßensozialarbeit (Straßenpflaster)

 

5.                  Warum wird die Steuerungsgruppe erst jetzt kurz vor dem Start der Jugendberufsagentur eingesetzt?

 

Zu Frage 5:
Siehe hierzu Beantwortung der Frage 1.1.. Bis zur Entscheidung, die JBA an zwei getrennten Standorten zu realisieren, hatte das Bezirksamt Eimsbüttel die Federführung in der Umsetzung der JBA übernommen. Erst nach der Standortentscheidung war die Notwendigkeit einer Bezirksamts-internen Steuerungsgruppe gegeben.

 

6.                  Welche unterschiedlichen Aufgaben und Ziel nimmt Lenkungsgruppe im Gegensatz zur Steuerungsgruppe wahr?

 

Zu Frage 6:
Die Lenkungsgruppe hat die Aufgabe, die Umsetzung des JBA Standortes strukturell zu begleiten. Ziel ist es, einen möglichst reibungsfreien Start der JBA zu gewährleisten.

 

7.                  Im Haushaltsausschuss des Jugendhilfeausschuss wurde mitgeteilt, dass das Bezirksamt Altona zwei Stellen erbringen muss. Seit wann ist dies dem Bezirksamt bekannt?

 

Zu Frage 7:
Dies ist seit Veröffentlichung der Drucksache 20/4195 vom 15.05.2012 bekannt.

 

8.                  Warum wurde nicht wie eigentlich angedacht LBK Rückkehrer dafür eingesetzt?

 

Zu Frage 8:
Es war nicht angedacht, für diese Aufgabe LBK-Rückkehrer einzusetzen, weil es kein dafür geeignetes Fachpersonal unter den Rückkehrern gab. Vielmehr war von der BASFI angeboten worden, zur Gegenfinanzierung zwei LBK-Rückkehrer für Sachbearbeiter-Tätigkeiten auf anderen freien Stellen bereitzustellen. Die dann ersparten Haushaltsmittel für diese Stellen sollten zur Mit-Finanzierung der JBA-Stellen eingesetzt werden. Letztendlich konnten aber keine LBK-Rückkehrer zur Verfügung gestellt werden, so dass das Bezirksamt das Personal für die JBA voll aus dem eigenen Personalkostenbudget finanzieren muss.

 

9.                  Wie wären diese Stellen der LBK Rückkehrer im Personalhaushalt des Bezirkes Altona eingeflossen?

 

Zu Frage 9:
Ursprünglich sollten die LBK-Rückkehrer vom Personalamt finanziert werden, was den Personalhaushalt des Bezirksamtes entlastet hätte. Dann wurde jedoch von den Staatsräten beschlossen, dass alle LBK-Rückkehrer in die Behörden versetzt werden, in denen sie derzeit tätig sind und dass die Behörden das Personal aufwachsend finanzieren müssen. Hätte das Bezirksamt die zwei zusätzlichen LBK-Rückkehrer bekommen, hätte dies den Personalhaushalt des Bezirksamtes Altona ab 2014 zusätzlich belastet. Wären dem Bezirksamt Altona die LBK-Rückkehrer nach diesem Beschluss noch angeboten worden, hätte das Angebot mit Rücksicht auf das Personalhaushaltsdefizit nicht angenommen werden können. Andere Ressourcen für die JBA wurden den Bezirksämtern nicht angeboten.

 

10.              Wie sollen die Stellen für die Jugendberufsagentur nun besetzt werden?

 

Zu Frage 10:
Zunächst wird der Bezirk Altona nur eine der geforderten zwei Stellen für die Jugendberufsagentur zur Verfügung stellen. Die Stellen sollen mit erfahrenen Kollegen aus dem Bereich der Jugendsozialarbeit/ Straßensozialarbeit besetzt werden.

 

10.1          Warum wurde diese Entscheidung getroffen?

 

Zu Frage 10.1:
Das Arbeitsfeld der Straßensozialarbeit hat den größten Deckungskreis zu der JBA. Sowohl von den inhaltlichen Aufgaben als auch von der Zielgruppe her sind die Aufgabenfelder in vielen Teilbereichen identisch.

 

10.2          Welche Auswirkung hat diese Entscheidung für das Altonaer Jugendhilfesystem?

 

Zu Frage 10.2:
Es werden keine Auswirkungen mit Systemrelevanz erwartet, wobei sich die Betreuungsleistungen für einzelne Klientinnen und Klienten möglicherweise verschlechtern werden. Im Übrigen siehe zu 10.3.

 

10.3          Gibt es konkrete Veränderungen und werden zusätzliche Finanzmittel z.B. für die Überbrückung eingesetzt?

 

Zu Frage 10.3:
Der an dem Projekt rat&info beteiligte Straßensozialarbeiter wird zukünftig die Aufgaben der Jugendhilfe in der JBA wahrnehmen.

 

10.3.1  Wenn ja, wo und wie viel?

 

Zu Frage 10.3.1:

Das SHA Projekt rat&info wird durch zusätzliche Honorarmittel so unterstützt, dass das inhaltliche Angebot in dem derzeitigen Umfang erhalten bleiben wird. Das Fachamt Jugend- und Familienhilfe geht derzeit von einer Honorarsumme zwischen 20 und 22T€ aus.

 

10.4          Gab es ein Interessenbekundungsverfahren oder eine Ausschreibung zur            Besetzung der beiden Stellen für die Jugendberufsagentur?

?         Wenn ja: Wo wurde dieses veröffentlicht?       

 

Zu Frage 10.4:
Nein. Dies ist jedoch für die nahe Zukunft vorgesehen, wobei berücksichtigt werden muss, dass viele möglicherweise interessierte Kolleginnen und Kollegen in Aufgabenfeldern mit unmittelbarer Bedeutung für die Sicherheit von Leib und Leben gebunden sind und daher für die neue Aufgabe in der Jugendberufsagentur nicht zur Verfügung stehen.

  

10.5          Wie lautet das Stellen- und Anforderungsprofil für die beiden Stellen  die der Bezirk erbringen soll für die Jugendberufsagentur?  

 

Zu Frage 10.5:
Das Stellen- und Anforderungsprofil entspricht in weiten Teilen den Stellenbeschreibungen der Straßensozialarbeit.

 

10.6          Mit welcher Entgeltgruppe sollen diese beiden Stellen vergütet werden  und warum?

 

Zu Frage 10.6:
Die Eingruppierung dieser Stellen erfolgt analog zu denen der Straßensozialarbeit. Bei einer Umsetzung behalten die Mitarbeiter ihre Vergütungsgruppe.

 

10.7          Wie erfolgt die Personalauswahl der beiden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

 

Zu Frage 10.7:
Zur Umsetzung dieser Aufgabe sind Mitarbeiter aus dem Bereich der Jugendsozialarbeit erforderlich. Die Personalauswahl erfolgt nach Qualifikation und Erfahrung der Mitarbeiter und unter Berücksichtigung der Personalstärke und Bedarfen an den verschiedenen Standorten der Straßensozialarbeit, um die dortige Arbeitsfähigkeit sicherzustellen. Ansonsten siehe Beantwortung der Frage 10.1.

 

10.8          Wann sollen die beiden  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Tätigkeit in der Jugendberufsagentur aufnehmen?

 

Zu Frage 10.8:
Die Umsetzung der JBA Altona beginnt mit dem 19.06.2013, einem Start-Workshop mit den Kolleginnen und Kollegen der Arbeitsverwaltung. Die JBA Kieler Str. wird am 15.07.2013 eröffnet. Die Abordnung des Jugendhilfemitarbeiters erfolgt zum 19.06.2013 zunächst befristet bis zum Jahresende 2013.

 


Petitum:

 

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n:

ohne