Bezirksversammlung Altona

Drucksache - XIX-2944  

 
 
Betreff: Hauptfriedhof Altona – Kulturlose Außenstelle der monopolistischen Anstalt AöR Hamburger Friedhöfe oder Teil des Volksparks Altona?
Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 30.05.2013
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsdrucksache öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport
20.08.2013 
Sitzung des Ausschusses für Grün, Naturschutz und Sport zur Kenntnis genommen   
Bezirksversammlung
22.08.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Die Bezirksversammlung Altona hat in ihrer Sitzung am 30.05.2013 einstimmig anliegende Drucksache XIX-2614 beschlossen.

 

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) hat hierzu unter Beteiligung der Hamburger Friedhöfe (HF) mit Schreiben vom 24.07.2013 wie folgt Stellung genommen:

 

Vorbemerkung zu den Aussagen im Beschluss:

 

Im Zielbild der Hamburger Friedhöfe AöR ist festgelegt: Die Bewahrung der Friedhöfe als Kulturstätten und öffentliche Parkanlagen, dies umfasst: Erhaltung und Weiterentwicklung der Friedhöfe als Orte der Trauerbewältigung und der Erholung unter Beachtung denkmalpflegerischer Zielsetzungen, Unterhaltung von Gräbern von öffentlichem Interesse und der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sowie Gestaltung und Unterhaltung des öffentlichen Grüns. Die Friedhöfe Ohlsdorf und Öjendorf sind anerkannte Gartendenkmäler und werden auch als solche gepflegt. Der Friedhof Ohlsdorf führt zurzeit den von einer Jury unter Vorsitz von Kardinal Lehmann verliehenen Titel Schönster Friedhof Deutschlandsund ist Teil der Europäischen Route der Friedhöfe der Association of Significant Cemetries of Europe.

 

Demgegenüber gibt es am Zustand des Hauptfriedhofs Altona seitens der Bestatter erhebliche Kritik. Seit 2000 hat sich der Marktanteil des Hauptfriedhofs an den Beisetzungen in Altona um 16 % verringert, der Anteil der in Altona verstorbenen Bürger, die sich noch auf dem Hauptfriedhof beisetzen lassen ist seit 2000 um ein Viertel zurückgegangen.

 

Stellungnahme:

 

Die BSU als zuständige Fachbehörde steht in einer Gesamtverantwortung aller staatlichen Friedhöfe in Hamburg. Dies gilt sowohl für die Anstalt öffentlichen Rechts Hamburger Friedhöfe (HF) - als auch für die bezirklichen Friedhöfe, für die die BSU Haushaltsmittel über die Rahmenzuweisungen zur Verfügung stellt.

Die BSU hat daher ein Interesse, dass auf allen staatlichen Friedhöfen attraktive staatliche Bestattungsangebote vorgehalten und ein bestmöglicher Service für Bürgerinnen und Bürger zu möglichst geringen Gebühren unter Wahrung bezirklicher Interessen angeboten werden. In diesem Sinne führen die Bezirksämter auf Initiative des bezirksverwaltungsinternen Projektes Bezirksverwaltung 2020aktuell Gespräche mit der Anstalt öffentlichen Rechts Hamburger Friedhöfe darüber, inwieweit die vorgenannten Zielsetzungen gegebenenfalls unter dem Dach von HF besser erreicht werden können.

Die gemeinsam von den Bezirksämtern und HF erstellte Wirtschaftlichkeitsberechnung befindet sich derzeit in der Endabstimmung. Sofern die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ergibt, dass sich aus einer Zusammenführung aller Friedhöfe unter dem Dach von HF Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger, für die Bezirksämter und HF ergeben, wird die BSU HF bei der weiteren Umsetzung unterstützen.

 


Petitum:

 

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n:

XIX-2614 BV-Beschluss vom 30.05.2013

 

Stammbaum:
XIX-2944   Hauptfriedhof Altona – Kulturlose Außenstelle der monopolistischen Anstalt AöR Hamburger Friedhöfe oder Teil des Volksparks Altona? Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 30.05.2013   Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   Mitteilungsdrucksache öffentlich
XIX-2944.1   Hauptfriedhof Altona – Kulturlose Außenstelle der monopolistischen Anstalt AöR Hamburger Friedhöfe oder Teil des Volksparks Altona? Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 30.05.2013   Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   Mitteilungsdrucksache öffentlich