Bezirksversammlung Altona

Drucksache - XIX-3028  

 
 
Betreff: Sport und Wohnungsbau in Flottbek und Osdorf
Antrag der Fraktionen von SPD und GRÜNE
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung
22.08.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung geändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Mit ihrem Kompromiss vom Februar 2013 haben Bürgerbegehren, Anwohner, Sportvereine und Bezirksversammlung die Pläne der Finanzbehörde für Wohnungsbau am Hemmingstedter zurückgewiesen und so den Konflikt beigelegt. Alle Beteiligten haben dabei gleichzeitig die Erwartung ausgesprochen, den Standard der dortigen Sportanlagen deutlich zu verbessern, was nach den Plänen der Finanzbehörde aus Verkaufserlösen zu Gunsten des Wohnungsbaus geschehen sollte.

 

Mittlerweile zeichnet sich ab, dass eine Sanierung der Sportanlagen aus vorhandenen Haushaltsmitteln kurzfristig nicht realisierbar ist. Ebenso ist der Bedarf nach neuen Wohnungen im Hamburger Westen weiterhin groß.

 

Vor diesem Hintergrund ist jetzt die Idee entstanden, an anderer Stelle in Flottbek Tennisplätze aufzugeben und die dortigen Sportangebote an den Hemmingstedter Weg zu verlagern. Auf den freiwerdenden Flächen am Blomkamp und am Windmühlenweg könnten Wohnungen entstehen. Ein solches Projekt erfordert viel Sensibilität und das Zusammenwirken vieler Akteure, damit sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen und weder der Sport, noch die Interessen von Anwohnern, Grün und Naturschutz auf der Strecke bleiben. Um die Erfolgsaussichten eines solchen Projektes beurteilen können, sind verschiedene Aspekte frühzeitig zu klären.

 

Die Bezirksversammlung beschließt:

 

1.      Das Bezirksamt wird aufgefordert:

 

a.      in Abstimmung mit dem Sportstättenmanagement und den Vereinen (Tennis u. Hockey-Club Altona-Bahrenfeld e.V und Tennisclub Vierjahreszeiten) zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen die heutigen Sportangebote von den Anlagen am Blomkamp 156 und Windmühlenweg 55 vollständig an den Hemmingstedter Weg verlagert werden können. Zu prüfen ist auch, welche Sportangebote auf diesen Anlagen über die genannten Vereine hinaus betroffen wären.

 

b.      für den Standort Hemmingstedter Weg zu prüfen, ob dort sowohl die existierenden Nutzungen, als auch die möglichen neuen dort untergebracht werden können und welche Investitionen hierfür erforderlich sind.

 

c.      erste Skizzen für städtebauliche Konzepte für einen möglichen Geschosswohnungsbau auf den Liegenschaften am Blomkamp und am Windmühlenweg zu konzipieren. Die Belange des Landschaftsschutzes (Grüner Ring) sind dabei zu berücksichtigen. Zu klären ist, welche planungsrechtlichen Schritte erforderlich wären.

 

d.      die skizzierte Grundidee unverbindlich in den entsprechenden Koordinierungsrunden der Hamburger Behörden vorzutragen und ein Meinungsbild einzuholen. Mit der Finanzbehörde ist dabei insbesondere zu klären, wie sichergestellt werden kann, dass Verkaufserlöse aus den Flächen 1:1 für die Ertüchtigung der Sportanlagen (Kunstrasenplätze etc.) am Hemmingstedter Weg zufließen können.

 

2.      Erste Ergebnisse sind dem Planungsausschuss und dem Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport im Oktober 2013 vorzulegen. Die Bezirksversammlung entscheidet auf dieser Grundlage, über einen möglichen Start des Projektes.

 


Petitum:

 

Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.

 


Anlage/n:

ohne