Bezirksversammlung Altona

Drucksache - XIX-3042  

 
 
Betreff: Stellungnahme zum „Masterplan Mitte Altona“
Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 26.01.2012
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsdrucksache öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Planungsausschuss
21.08.2013 
Sitzung des Planungsausschusses zur Kenntnis genommen   
Bezirksversammlung
22.08.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss I (Ottensen / Altona-Nord / Altona-Altstadt / Sternschanze)
09.09.2013 
Sitzung des Regionalausschusses I (Ottensen / Altona-Nord / Altona-Altstadt / Sternschanze) zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Die Bezirksversammlung Altona hat in ihrer Sitzung am 26.01.2012 mehrheitlich anliegende Drucksache XIX-1002 beschlossen.

 

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt nimmt hierzu mit Schreiben vom 14.08.2013 wie folgt Stellung:

 

Ergebnis der Beschlussfassung zum Masterplan:

 

Der Masterplan Mitte Altona ist vom Senat am 15. Mai 2012 beschlossen und an die Bürgerschaft überwiesen worden (http://www.hamburg.de/masterplan/).

 

Die Bürgerschaft hat den Masterplan in zwei Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses beraten. Dabei hat ihm folgende Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft vorgelegen:

http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/Cache/06C0684B00250780BF0107A0.pdf

 

Die Beratung der Sitzungen sind dokumentiert unter:

http://www.hamburg.de/contentblob/3624244/data/protokoll-sitzung-stadtentwicklungsausschuss-vom-7-9-2012.pdf

 

http://www.hamburg.de/contentblob/3624242/data/protokoll-sitzungstadtentwicklungsausschuss-vom-14-8-2012.pdf

 

Die Bürgerschaft hat den Masterplan Mitte Altonaam 26. September 2012 beschlossen:

 

Der Masterplan Mitte AltonaDrs. 20/5271 wurde mit den nachfolgend aufgeführten Maßgaben beziehungsweise Konkretisierungen beschlossen:

 

 

1.       

 

1.1              Es ist ein möglichst großer Anteil preiswerter Wohnungen sicherzustellen, indem

 

a.                  ein Drittel des entstehenden Wohnungsbaus öffentlich gefördert wird. Hierfür sind zuverlässig funktionierende Vertragsmechanismen in die Anwendungsvereinbarungen zu übernehmen. Im Zweifelsfall muss auch ein Ankauf entsprechender Flächen geprüft werden,

 

b.                  der Drittelmix sich auch kleinräumig im Gebiet widerspiegelt,

 

c.                  nachfrageorientiert bis zu 20 Prozent der Flächen an Baugemeinschaften vergeben werden und diese im Vorfeld durch die Behörden beraten werden können,

 

d.                  Genossenschaften die Möglichkeit erhalten, im Quartier zu bauen,

 

e.                  weitere Flächen für Integrationsprojekte eingeplant werden.

 

1.2              Der Anteil autoarmen Wohnens wird deutlich erhöht, um den motorisierten Individualverkehr in Mitte Altona auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

 

1.3              Es wird ein innovatives und ganzheitliches Mobilitätskonzept entwickelt, das

 

a.                  mit attraktiven Mobilitätsangeboten Alternativen zum Kfz setzt,

 

b.                  die Einrichtung von ein bis zwei StadtRAD-Stationen im Quartier geprüft sowie ausreichend Fahrradabstellmöglichkeiten vorsieht und

 

c.                  die Vorteile des autoarmen Wohnens auch im öffentliche Raum erlebbar macht, indem etwa der Radverkehr regelhaft auf der Straße stattfindet, etwa im Form von Radfahrstreifen

 

1.4              Bei der Planung des öffentlichen Raumes wie auch der Wohnbauten soll ein hohes Maß an Barrierefreiheit gewährleistet werden. Hierzu werden schon im Vorfeld die entsprechenden Interessenvertreter in die Planungen einbezogen.

 

1.5              Um kleinteilige und lebendige Nachbarschaften zu fördern, sollen

 

a.                  möglichst viele Investoren an der Realisierung des Stadtteils beteiligt werden und

 

b.                  der öffentliche Raum vielseitig nutzbar sein und zum Beispiel durch Nachbarschaftstreffs den Austausch der Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern.

 

1.6              Eine zügige Entscheidung zur angekündigten Verlagerung des Fernbahnhofes wird angestrebt. Der erste Bauabschnitt muss jedoch auch allein voll funktionsfähig sein, entweder für eine mehrere Jahre dauernde Übergangszeit oder auf Dauer. Dies bedeutet, dass

 

a.                  alle Anforderungen an den Lärmschutz der Wohnungen erfüllt werden müssen,

 

b.                  qualitätsvolle Freiräume entstehen,

 

c.                  eine optimale Erschließung sichergestellt wird, die auch den erweiterten Raum der umliegenden Stadtteile berücksichtigt. Ein schlüssiger Weiterbau des Quartiers nach einer späteren Verlegung des Bahnhofes ist dabei zu berücksichtigen.

 

1.7              Sowohl für die bebauten wie auch die unbebauten Flächen wird ein Lärmschutz gewährleistet, der ein ungestörtes Wohnen sowie eine hohe Aufenthaltsqualität ermöglicht.

 

1.8              Es wird sichergestellt, dass die derzeit auf dem Gelände vorhandenen Gewerbebetriebe im Gebiet blieben können beziehungsweise bei der Suche nach standortnahen Perspektiven unterstützt werden.

 

1.9              Der breit angelegte Informations- und Beteiligungsprozess wird fortgesetzt. In der weiteren Detailplanung zu den unterschiedlichen Themenbereichen wie Wohnen, Verkehr, Freiraumplanung und Infrastruktur werden verstärkt auch entsprechende fachliche Interessensvertreter eingebunden.

 

2.      Ein vierspuriger Ausbau der Harkortstraße ist auszuschließen.

 

3.      Ein umfassendes Verkehrskonzept unter weiträumiger Berücksichtigung der Belange der angrenzenden Bezirke und der noch anstehenden Wohnungsbauprojekte ist der Verlegung des Fernbahnhofs vorzulegen.

 

4.      Der Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude, vor allem der Kleiderklasse, ist in jedem Fall zu gewährleisten. Nachträgliche wirtschaftliche Gründe für einen Abbruch sind von vornherein vertraglich auszuschließen.

 

5.      Der Bürgerschaft ist bis zum 31. Dezember 2013 Bericht zu erstatten.

 


Petitum:

 

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n:

XIX-1002 BV-Beschluss vom 26.01.2012