Bezirksversammlung Altona

Drucksache - XIX-2892.1  

 
 
Betreff: Neue S-Bahnstation Ottensen kundenfreundlich gestalten
Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 30.05.2013
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsdrucksache öffentlich
  Bezüglich:
XIX-2892
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Verkehrsausschuss
02.09.2013 
Sitzung des Verkehrsausschusses zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss I (Ottensen / Altona-Nord / Altona-Altstadt / Sternschanze)
09.09.2013 
Sitzung des Regionalausschusses I (Ottensen / Altona-Nord / Altona-Altstadt / Sternschanze) zur Kenntnis genommen   
Bezirksversammlung
26.09.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Die Bezirksversammlung Altona hat in ihrer Sitzung am 30.05.2013 einstimmig anliegende Drucksache XIX-2606E beschlossen.

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation teilt teilweise auf Grundlage von Auskünften der Deutschen Bahn AG (DB AG) mit Schreiben vom 28.06.2013 folgenden Sachstand mit:

 

Im Rahmen der Vorgespräche wurden die Themen zur Erschließung, Gestaltung und Barrierefreiheit zwischen der DB AG und Vertretern der Behörden diskutiert. Die am 06. Mai 2013 vorgestellte Planung stellt den sich aus den unterschiedlichen Anforderungen ergebenden Konsens dar.

 

Zu 1:

 

In der Planung ist im Westen der Anlage sowohl ein Zugang von der Gaußstraße als auch von der Thomasstraße berücksichtigt.

Der Hauptzugang vom Bahrenfelder Steindamm wird barrierefrei ausgeführt. Damit erfüllt die Station alle diesbezüglichen Anforderungen. Aufgrund der Hochlage der Gleise wären für die barrierefreie Herstellung des zusätzlichen westlichen Zugangs drei Aufzüge erforderlich. Die sich hieraus ergebenden Mehrkosten wurden mit mindestens 1,2 Mio. Euro (ohne Betriebskosten) kalkuliert.

Im Planungs- und Abstimmungsprozess wurden für den westlichen Zugang die Varianten Unterführungund „Überführunguntersucht. Dabei wurde festgestellt, dass eine Unterführung in der Ausführung und Unterhaltung wesentlich kostenintensiver wäre. Da die Reisenden bei beiden Varianten den Höhenunterschied mittels einer Treppenanlage überwinden müssen, wurde die wirtschaftlichere, transparentere und betrieblich günstigere Lösung einer Überführung bevorzugt.

 

 

 

Zu 2:

 

Die Länge der Überdachung von 28 m entspricht dem für die Finanzierung anzuwendenden DB-Standard. Bei einer Verlängerung auf 70 m wären die Mehrkosten für die Errichtung und den Betrieb von der FHH zu tragen.

Die statisch mögliche Breite des Zugangsbauwerks im vorhandenen Brückenwiderlager reicht nicht aus, um zusätzlich eine Fahrtreppe zu installieren. Die  Kosten für eine Veränderung des Brückenwiderlagers  wurden nicht kalkuliert, da der Bahnsteig barrierefrei über den Hauptzugang durch den Aufzug  erschlossen wird und die erforderliche Flucht- bzw. Rettungswegbreite durch eine zusätzliche Fahrtreppe eingeschränkt würde.

 

Zu 3:

 

Im Rahmen der aktuellen mittelfristigen Planungen ist eine Ertüchtigung einzelner Teilabschnitte zeitnah vorgesehen. Diese ist unabhängig von einem zusätzlichen Haltepunkt in Ottensen.

 

Die Behörde für Inneres und Sport hat hierzu mit Schreiben vom 04.07.2013 wie folgt Stellung genommen:

 

Die Behörde für Inneres und Sport und das Bezirksamt Altona werden in der o. g. Drucksache gebeten, für den Bereich des östlichen Einganges die Fußgängerquerungen zu überprüfen und der neuen Situation mit den zu erwartenden Fußgängerströmen anzupassen. Dabei sollen insbesondere auch neue Wegeverbindungen im Zusammenhang mit der Entstehung des neuen Bahnhofes sowie den Wohnungsbauvorhaben im Bereich Kühnegelände (Schützenstraße / Kohlentwiete) und dem Neubaugebiet Mitte Altona beachtet werden.

 

Vorangestellt sei, dass die Entstehung einer S-Bahnstation Ottensen als gemeinsames Konzept verstanden wird. Es werden intensive Abstimmungsgespräche zwischen den Beteiligten Deutsche Bahn AG, Bezirksamt (Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung und Fachamt Management des öffentlichen Raumes) und Straßenverkehrsbehörden (PK 25 und PK 21) für erforderlich erachtet.

 

Seitens der beteiligten PK 21 und 25 wird prognostiziert, dass die vorhandenen Fußgängerquerungen nach Entstehung des S-Bahnhofes in ihrer jetzigen Form nicht ausreichen bzw. aufgrund ihrer Lage nicht zum Erreichen des Bahnhofes genutzt werden.

Die folgenden Punkte sind in die ggf. erforderliche Überplanung des Bereiches Schützenstraße / Bahrenfelder Steindamm / Bahrenfelder Straße / Thomasstraße einzubeziehen:

 

?         Verlegung / Optimierung von Bushaltestellen im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms

?         Verlegung der derzeitigen (signalisierten) Fußgängerüberwege oder zusätzliche Querungen näher zum Bahnhof

?         Zugangsmöglichkeit von der östlichen Seite der Bahrenfelder Straße (Treppe / Aufzug oder Brücke am östlichen Widerlager)

?         Vollsignalisierung Gaußstraße / Bahrenfelder Straße und nördlich der Bahnlinie

?         Neue Fußverkehrsbeziehungen aus dem Bereich Neue Mitte Altonaund zusätzliche Fußgänger- und Radfahrerverkehre aus den Neubauvorhaben Kühnehöfe, Gaußstraße 126, Gaußstraße ehemalige Gewürzmühle und Barnerstraße 14.

 

Auch wenn nicht abgefordert, sei an dieser Stelle gestattet, zur Bewertung eines westlichen Eingangs zu sagen, dass der Argumentation hinsichtlich der Bevorzugung einer Unterführung im Verhältnis zu einem Brückenbauwerk aus Gründen der Barrierefreiheit zwar gefolgt werden kann, ein Zugangstunnel aus kriminalpräventiver Sicht jedoch nicht unerhebliche Nachteile birgt und daher auch kritisch zu betrachten ist.

 

Das Bezirksamt Altona teilt mit Schreiben vom 13.08.2013 folgenden Sachstand mit:

 

Das Bezirksamt wird die Anregung aufnehmen und Wegeverbindungen planerisch überprüfen, sobald die Planfeststellungsunterlagen vorliegen. Das Ergebnis der Prüfung und Vorschläge für Folgemaßnahmen werden dem Verkehrsausschuss zur Entscheidung vorgelegt.

 


Petitum:

 

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n:

XIX-2606E BV-Beschluss vom 30.05.2013

 

Stammbaum:
XIX-2892   Neue S-Bahnstation Ottensen kundenfreundlich gestalten Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 30.05.2013   Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   Mitteilungsdrucksache öffentlich
XIX-2892.1   Neue S-Bahnstation Ottensen kundenfreundlich gestalten Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 30.05.2013   Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   Mitteilungsdrucksache öffentlich