Bezirksversammlung Altona

Drucksache - XIX-3106  

 
 
Betreff: Geplante Erweiterung am Gymnasium Altona
Auskunftsersuchen von Andreas Grutzeck, Susanne Schütt und Dr. Kaja Steffens (alle CDU-Fraktion)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Auskunftsersuchen
  Aktenzeichen:123.30-10
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Planungsausschuss
04.09.2013 
Sitzung des Planungsausschusses zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss I (Ottensen / Altona-Nord / Altona-Altstadt / Sternschanze)
09.09.2013 
Sitzung des Regionalausschusses I (Ottensen / Altona-Nord / Altona-Altstadt / Sternschanze) zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Kultur und Bildung
08.10.2013 
Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung zur Kenntnis genommen   
Planungsausschuss
18.09.2013 
Sitzung des Planungsausschusses zur Kenntnis genommen   
Bezirksversammlung
26.09.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung zur Kenntnis genommen   
Jugendhilfeausschuss
16.10.2013 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Im Hauptausschuss der Bezirksversammlung Altona am 13.6.2013 wurde durch einen Mitarbeiter für Schulentwicklungsplanung der BSB erklärt, das bisher über keinen neuen Sachstand zur Erweiterung des Gymnasiums Altona am Hohenzollernring zu berichten sei. Es wurde auf eine Machbarkeitsstudie verwiesen, die In Arbeit sei.

 

In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen, die von der Behörde  für Schule und Berufsbildung wie folgt beantwortet werden:

 

1.      Gibt es zur Frage der Ansiedlung von neuen Klassen und Zügen am Standort Gymnasium Altona bereits eine Machbarkeitsstudie? Wenn ja, bitte die Studie der Antwort beilegen (falls dies aus technischen o.ä. Gründen nicht geht, dann bitte deren Ergebnis in Worten vorlegen).

 

Zu 1:

Nein.

 

2.      Falls es bisher keine Machbarkeitsstudie gibt, warum nicht?

 

Zu 2:

Aufgrund des Sanierungs- und Zubauumfangs des Gymnasiums Altona musste ein europaweites VOF-Verfahren zur Auswahl eines Architekturbüros eingeleitet werden, welches noch andauert. Das noch auszuwählende Büro wird im Zuge der Vorplanung die Machbarkeit detailliert prüfen.

 

3.      Ist es aus Sicht der BSB sinnvoll vor dem Einstieg in eine Planung bei einem Projekt wie der Erweiterung des Gymnasiums Altona eine Machbarkeitsstudie an den Anfang der Planung zu stellen, um zu prüfen, ob es städteplanerisch sinnvoll und machbar ist die Schulgelände zu erweitern und möglich wird die notwendigen Quadratmeterzahlen für die geplanten Klassenzüge zu realisieren?

 

Zu 3:

Die Machbarkeitsstudie wird im Rahmen der Vorplanung vorgenommen; eine grundsätzliche Massenstudie ist bereits im Vorfeld erfolgt.

 

4.      Wie (in welchem Vergabe-Verfahren, national/international?) und an wen erfolgt in der Regel die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zu Standortplanungen an Schulgeländen in Hamburg und wie lange dauert es im Durchschnitt bis ein Ergebnis vorgelegt werden kann? Was sind die Mindestanforderungen einer Machbarkeitsstudie?

 

Zu 4:

Machbarkeitsstudien sind Bestandteil des Planungsprozesses und werden in der Regel vom mit der Planung beauftragten Architekturbüro erstellt. Die Leistungen werden in Abhängigkeit vom Bauvolumen national oder europaweit an Architekturbüros vergeben. Im Durchschnitt dauert es nach der Beauftragung zwei bis drei Monate, bis ein Ergebnis vorliegt. Die Mindestanforderungen hängen von Umfang und Komplexität der Aufgabenstellung ab. Im Rahmen der Studie wird die Realisierbarkeit des konkret benannten Zubaubedarfs bei Zugrundelegung aller Umstände und Bedingungen (baurechtliche Vorgaben, nutzungsspezifische Aspekte, Berücksichtigung möglicher Synergieeffekte mit Dritten, etc.) überprüft.

 

5.      Falls es bisher kein Ergebnis einer Machbarkeitsstudie für das Gymnasium Altona gibt, weshalb wurde seitens des Präses der BSB Senator Ties Rabe im Oktober 2012 erklärt, dass nunmehr die Planung eines weiteren Gymnasiums in Altona fallen gelassen würde zugunsten einer Erweiterung der bestehenden Altonaer Gymnasien Altona und Allee?

 

Zu 5:

Siehe Antwort der BSB zum Beschluss aus Drs. XIX-2521E vom 25. Juni 2013 (s. Anlage).

 

6.      Wann und an wen wurde ggf. der Auftrag für eine Machbarkeitsstudie für die Erweiterung des Gymnasiums Altona vergeben?

 

Zu 6:

Siehe Antworten zu 2. und 3.

 

7.      Welcher Zeitraum wird ggf. im Fall des Gymnasiums Altona für die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie veranschlagt, bzw. wann wird ggf. mit einem Ergebnis gerechnet?

 

Zu 7:

Mit einer abgestimmten Vorplanung (inkl. der Machbarkeitsstudie), wird im Frühjahr 2014 gerechnet.

 

8.      Welcher Zeitraum wird dann von der BSB für die Planung, das Bauen bis zur Schlüsselübergabe am Gymnasium Altona für eine Erweiterung veranschlagt?

 

Zu 8:

Für den Planungsprozess insgesamt, einschließlich der Machbarkeitsstudie, wird ein Jahr angesetzt. Die anschließende Bauphase wird mit zwei Jahren veranschlagt.

 

9.      Welche besonderen städtebaulichen Herausforderungen sind an den drei Standorten des Gymnasiums Altona bei einer Erweiterung zu beachten?

 

Zu 9:

Die Herausforderung besteht in der Umsetzung der benötigten Gebäudeflächen und Volumina auf den begrenzten Grundstücksgrößen unter Berücksichtigung der  Anforderungen des Denkmalschutzes.

 

10.  Welche Flächen um die drei Schulgelände herum werden für eine mögliche Erweiterung des Schulgeländes ggf. bei einer Machbarkeitsstudie betrachtet? Bitte Adresse und jeweilige jetzige Nutzung nennen.

 

Zu 10:

Als potentielle Erweiterungsfläche im Umfeld des Gymnasiums Altona kommt die als Spielplatz genutzte Fläche an der Lisztstraße, Flurstück 3144, in Betracht. Für die Realisierung müsste das Grundstück in Gänze erworben werden. Zur Abdeckung des Freiflächenbedarfs wird die öffentliche Grünfläche, Flurstück 4077 in Betracht gezogen. Nach Überprüfung stehen weitere Grundstücke nicht zur Verfügung.

 

11.  Ist es aus Sicht der BSB generell möglich anstatt definierter Freiflächen auf Schulgeländen öffentliche Grünanlagen als Schulhoffläche zu nutzen? Welche Beispiele in Hamburg für derartige Doppelnutzungen von öffentlichen Grünanlagen durch Öffentlichkeit und Schule gibt es? Welche Schwierigkeiten, bzw. Beschwerden sind der BSB bisher bei derartigen Doppel-Nutzungen (zB. an der Schule Kroonhorst am Osdorfer Born) bekannt geworden?

 

Zu 11:

Neben den Gymnasien Altona und Allee wird eine Nutzung von öffentlichen Grünflächen auch für die Schule in der Neuen-Mitte Altona angestrebt. Erfahrungen mit einer entsprechenden Lösung für die Schule in der Hafen-City zeigen, dass die Nutzung von öffentlichem Grün durch eine Schule im Vorfeld definitiver Vereinbarungen hinsichtlich der Nutzungsprioritäten bedarf.

 


Petitum:

 

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n:

XIX-2893 Mitteilungsdrucksache