Bezirksversammlung Altona

Drucksache - 20-0056.1  

 
 
Betreff: Zusammenlegung von HB-Betreuungsstellen
Anhörung der Bezirksversammlung gem. § 26 Nr. 1 BezVG
(Neufassung der Drucksache 20-0056 aus der Sitzung vom 09.07.2014)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Sitzungsvorlage öffentlich
  Bezüglich:
20-0056
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
14.08.2014 
Sitzung des Hauptausschusses zur Kenntnis genommen   
Hauptausschuss
11.09.2014 
Sitzung des Hauptausschusses vertagt   
09.10.2014 
Sitzung des Hauptausschusses zur Kenntnis genommen   
Hauptausschuss

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Das Bezirksamt Altona beabsichtigt, folgende Standorte des Fachamtes für Hilfen nach dem Betreuungsgesetz im September 2014 zusammenzuführen:

  • Betreuungsstellen Bergedorf und Harburg am Standort Steindamm 9, 20099 Hamburg sowie
  • Betreuungsstellen Nord, Mitte und Wandsbek am Standort Winterhuder Weg 31, 22085 Hamburg.

 

Mit dieser Maßnahme ist die Schließung der Standorte der Betreuungsstelle Harburg, Neue Straße 17, 21073 Hamburg und der Betreuungsstelle Wandsbek, Am Stadtrand 56a, 22047 Hamburg, sowie die Verlagerung der Betreuungsstelle Mitte, Steindamm 9, 20099 Hamburg in den Winterhuder Weg 31 verbunden.

 

Mitte der 90er Jahre wurden die bezirksbezogenen Teilbereiche der damaligen Landesbetreuungsstelle der Sozialbehörde in dezentrale Standorte verlagert, die keine räumliche oder organisatorische Anbindung an die Bezirksverwaltung hatten.

Die Entscheidung für eine Regionalisierung fiel vor dem Hintergrund, dass die Behörde damals noch für über 4.000 Personen zur Betreuerin bestellt war und für die Betreuten eine leichtere Erreichbarkeit der Dienststellen möglich werden sollte.

 

Durch die Veränderung des Aufgabenschwerpunktes hin zur Betreuungsgerichtshilfe werden heute durch das Amt keine Betreuungen mehr geführt.

Bei der Unterstützung der Betreuungsgerichte werden die Betroffenen in weit über 90% der Fälle in ihren eigenen Häuslichkeiten bzw. in Krankenhäusern besucht. Dadurch hat die dezentrale Organisationsstruktur für die Betroffenen an Bedeutung verloren und stellt unter dem Gesichtspunkte der Bürgernähe keinen Gewinn mehr für die Aufgabenerfüllung dar. 

 

Aus Effizienzgründen wurden bereits 2003 die Betreuungsstellen Altona und Eimsbüttel und 2012 die Betreuungsstellen Bergedorf und Mitte jeweils an einem Standort zusammengeführt und die Standorte Eimsbüttel und Bergedorf aufgegeben.

 

Erheblich gestiegene Fallzahlen haben dazu geführt, dass das Fachamt seine gesetzlichen Aufgaben trotz Personalverstärkung nur mit Schwierigkeiten erfüllen kann.

 

Neue gesetzliche Pflichtaufgaben, die durch das Gesetz zur Stärkung der Funktionen der Betreuungsbehörde zum 1. Juli 2014 auf das Fachamt zugekommen sind, erweitern und erhöhen das Aufgabenvolumen zusätzlich erheblich.

 

Mit der Zusammenlegung der Betreuungsstellen entstehen größere Organisationseinheiten, die eine höhere Flexibilität des Personaleinsatzes und eine bessere Nutzung der knappen Ressourcen ermöglichen. Damit wird der Dienstbetrieb an den Standorten stabilisiert.

Außerdem sind die Sicherheit der Beschäftigten und die Ablaufsteuerung besser gewährleistet.

 

Durch den Auszug der Hafen-City- Universität aus dem Gebäude Winterhuder Weg 31, dem Hauptsitz des Fachamtes als Betreuungsbehörde, ergab sich die Möglichkeit die notwendige Umorganisation umzusetzen.

 

Die zukünftige Betreuungsstelle Bergedorf-Harburg ist durch ihren verkehrsgünstigen Standort in direkter Nähe des Hauptbahnhofes auch für Bürgerinnen und Bürger aus Harburg gut erreichbar, sofern sie nicht durch die Beschäftigten direkt besucht werden.

Die 2012 erfolgte Verlagerung der Dienststelle aus Bergedorf zum Hauptbahnhof hat nicht zu Beeinträchtigungen geführt.

 

Der Standort für die geplante Betreuungsstelle Nord-Mitte-Wandsbek im Winterhuder Weg bietet durch die fußläufig erreichbare U-Bahn-Station Mundsburg sowie durch mehrere Buslinien mit Anbindung an die U-Bahn-Stationen Barmbek, Wartenau und Burgstraße und die S-Bahn-Station Landwehr eine gute Erreichbarkeit.

 

Das Bezirksamt Altona wird prüfen, ob für das Angebot von Sprechstunden in den einzelnen Bezirken Bedarf besteht und wie diese ggf. umsetzbar sind.

Im Übrigen gehört es selbstverständlich zu dem Serviceangebot des Fachamtes, Bürgerinnen und Bürger, die z.B. für sie wohnortnahe Standorte des Fachamtes aufsuchen, an diesen Standorten zu beraten und zu unterstützen.

 


Petitum:

Der Hauptausschuss wird stellvertretend für die Bezirksversammlung um Kenntnis- und Stellungnahme gebeten.

 


Anlage/n:

ohne