Bezirksversammlung Altona

Drucksache - 20-2692  

 
 
Betreff: Förderung des Radverkehrs
Veloroute 2 – Schanzenstraße zwischen Lagerstraße und Sternschanze
hier: Bezirkliche Stellungnahme zur 1. Verschickung des LSBG
Mitteilungsdrucksache des Amtes
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsdrucksache öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Verkehrsausschuss
05.09.2016 
Sitzung des Verkehrsausschusses zur Kenntnis genommen   
Verkehrsausschuss
19.09.2016 
Sitzung des Verkehrsausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Verschickungsunterlagen  

Das Bezirksamt nimmt zur 1. Verschickung (Anlage) wie folgt Stellung:

 

Grundsätzlich bestehen gegen die vorgelegte Planung keine Bedenken.

Gleichwohl möchten wir um Berücksichtigung nachfolgender Anmerkungen bitten:

 

Die Fahrbahn der Lagerstraße ist in keinem guten Zustand. Es wäre den Anwohnern des Quartiers nur schwer zu vermitteln, wenn die Fahrbahn nicht im Zuge ihrer Maßnahme eine neue Deckschicht erhalten würde.

 

Des Weiteren folgen Hinweise und Anmerkungen zum Straßenbegleitgrün.

Der Ausbauabschnitt in der Schanzen- und Lagerstraße ist gekennzeichnet durch prägenden Baumbestand. Es dominieren Linden und Platanen unterschiedlicher Altersklassen. Im westlichen Teil der Schanzenstraße stehen die Bäume im Kronenschluss. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde der Bestand durch baubedingte Eingriffe im Zuge des neuen Transportsiels deutlich reduziert. Es war geplant, die vier Standorte neu zu bepflanzen und die ehemals vorhandene Baumreihe wiederherzustellen. Durchgängig können fast alle Baumscheiben als vegetationsfeindlich eingestuft werden. Sie sind mit Wegebaumaterial befestigt oder stark verdichtet. Trotz der widrigen Standortverhältnisse kann die Vitalität und Standsicherheit der Bäume als gut bis ausreichend eingestuft werden.

 

Laut vorliegender Planung ist die Fällung von sechs Straßenbäumen ohne Ersatzpflanzung vorgesehen. Der Bezirk Altona nimmt die Fällungen zur Kenntnis und fordert adäquate Ersatzpflanzungen mit räumlichem Bezug zum Eingriffsort. Die Ersatzpflanzungen sind in den Unterlagen darzustellen. Ferner wird davon ausgegangen, dass seitens des LSBG eine Beteiligung der politischen Gremien des Bezirkes erfolgt und eine entsprechende Zustimmung zu den geplanten Fällungen eingeholt wird.

Weiterer Handlungsbedarf besteht nach hiesiger Einschätzung im Bereich der defizitären Baumscheiben verbleibender Straßenbäume. Sie sind grundlegend zu überarbeiten und baumfreundlicher („entsiegeln und vergrößern“) zu gestalten. Vor dem Hintergrund der Werterhaltung und der Kostenreduzierung in der Unterhaltung erscheinen entsprechende Förderungsmaßnahmen zwingend erforderlich und in ihrer Wirkung nachhaltig. 

 

Als kritisch eingeschätzt werden alle Baumaßnahmen im Bereich der Bordsteinkanten, da die Bäume im Planungsbereich durchgängig sehr dicht am Fahrbahnrand stehen und vermutlich bis an die Rückenstützen wachsen. Der ohnehin knapp bemessene Wurzelraum darf nicht weiter eingeschränkt werden. Jegliche Wurzelverluste und damit verbundene Vitalitätseinschränkungen sind zu vermeiden. Im Zuge der weiteren Planung sind daher Wurzelsondierungen zwingend durchzuführen, um das Maß der baulichen Nutzung festzulegen.

 

Grundsätzlich ist der Erhalt und Ausbau bestehender Baumscheiben anzustreben. Reduzierungen der offenen Vegetationsflächen einschließlich Niveauveränderungen im Traufbereich der Bäume sind zu vermeiden. Als Grundlage für den Baumschutz gelten die DIN 18920 mit der RAS-LP 4, die Hamburgische Baumschutzverordnung und die ZTV–Baumpflege.

 

Aufgrund des umfangreichen Baumbestandes auf öffentlichem Grund und den zu erwartenden Beeinträchtigungen ist der weitere Planungsprozess durch einen Landschaftsarchitekten oder einen Baumsachverständigen zu begleiten. Gleiches gilt für die anschließende Bauphase. Grundsätzlich sind baubedingte Schäden an den Bäumen durch den Sachverständigen zu dokumentieren und dem Bezirksamt vor Abgabe der Bäume in die bezirkliche Unterhaltung zu melden. Der LSBG sichert dem Bezirk zu, dass an den übergebenen Bäumen keine verdeckten und nicht dokumentierten Bauschäden entstanden sind.

 

Um Berücksichtigung der Forderungen und erneute Beteiligung der Abteilung Stadtgrün nach Eingang geänderter Pläne wird gebeten.

 

 


Petitum:

Der Verkehrsausschuss wird um Kenntnisnahme gebeten.

 

 


Anlage/n:

Verschickungsunterlagen

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Verschickungsunterlagen (2972 KB)