Bezirksversammlung Altona

Drucksache - 20-2695  

 
 
Betreff: Erhaltungsmanagement für Hamburgs Straßen
Osdorfer Landstraße zwischen Flurstraße und Zum Hünengrab
hier: Bezirkliche Stellungnahme zur 1. Verschickung des LSBG
Mitteilungsdrucksache des Amtes
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsdrucksache öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Verkehrsausschuss
05.09.2016 
Sitzung des Verkehrsausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Verschickungsunterlagen  

Das Bezirksamt nimmt zur Verschickung (Anlage) wie folgt Stellung:

 

Grundsätzlich bestehen gegen die vorgelegte Planung keine Bedenken.

Gleichwohl möchten wir um Berücksichtigung nachfolgender Anmerkungen bitten:

 

Um den Baum vor Hs. Nr. 17 (Station 0+625) erhalten zu können, sollte der Radweg erst östlich außerhalb des Kronenbereichs auf die Fahrbahn abgeleitet werden. Damit eine ausreichende Gehwegbreite erhalten bleibt, ist für den Radweg eine zumutbare Engstelle auf 1,25 m Breite mit 0,65 m Sicherheitsstreifen vorzusehen.

 

Des Weiteren folgen Hinweise und Anmerkungen zum Straßenbegleitgrün.

 

Der Ausbauabschnitt Flurstraße bis Zum Hünengrab ist gekennzeichnet durch große Einzelbäume und Baumgruppen auf Verkehrsinseln sowie an den Flurstücksgrenzen. Es wird grundsätzlich gefordert, das Straßenbegleitgrün umfänglich zu erhalten und die baubedingten Fällungen auf das vorgesehene Maß zu beschränken. Eingriffe in den Baumbestand sind auszugleichen. Als Grundlage für den Baumschutz gelten die DIN 18 920 mit der RAS-LP 4, die Hamburgische Baumschutzverordnung und die ZTV – Baumpflege (Ausg. 2006).

 

Laut vorliegender Planung sind Fällungen von 6 Straßenbäumen und Ersatzpflanzungen von 11 Bäumen vorgesehen. Der Bezirk Altona nimmt die Fällungen zur Kenntnis und hält den Umfang der geplanten Ersatzpflanzung für angemessen. Es wird davon ausgegangen, dass seitens des LSBG eine Beteiligung der politischen Gremien des Bezirkes erfolgt und eine entsprechende Zustimmung zu den geplanten Fällungen eingeholt wird.

Nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass an der Flottbeker Drift eine Linde für einen neuen Fahrgastunterstand gefällt werden muss, wenn unter Erhalt des Baumes eine Verschiebung des FGU‘s möglich ist. Auch die Fällung von 4 Bäumen im Bereich der Einmündung Groß Flottbeker Straße sollte grundlegend überdacht und geändert werden. Bei einer minimalen Verschiebung der Bushaltestation könnten die Bäume erhalten bleiben. Es gab bisher keine Beschwerden bezüglich einer eingeschränkten Sicht auf die Lichtsignalanlage.

 

Aufgrund des zu erhaltenden Baumbestandes auf öffentlichem Grund und den zu erwartenden Beeinträchtigungen im Baubetrieb, muss der weitere Planungsprozess durch einen Landschaftsarchitekten oder einen Baumsachverständigen begleitet werden. Es ist unverzüglich ein Baumgutachten zu erstellen, aus dem hervorgeht, mit welchen baubedingten Beeinträchtigungen für den verbleibenden Baumbestand zu rechnen ist, und welche bestandsfördernden Maßnahmen erforderlich sind, um den Erhalt zu garantieren. In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, Wurzelsondierungen im Bereich der baubedingt betroffenen Bäume durchzuführen, um das Maß der endgültigen baulichen Nutzung festzulegen.

 

In der Ausschreibung sowie im anschließenden Auftrag muss die Bedeutung des Baumschutzes in den Vertragsbedingungen und den Vorbemerkungen der Leistungsverzeichnisse für die verschiedenen, möglicherweise baumnah arbeitenden Gewerke festgeschrieben werden, um sicherzustellen, dass die Firmen, dies bei der Preisbildung berücksichtigen.

 

Während der Bauphase muss ein Baumsachverständiger benannt werden, der die Umsetzung der Vorgaben zum Baumschutz überwacht und den Bauherren bzw. die Architekten sowie die ausführenden Firmen in Fragen zum Baumschutz bei Bedarf berät. Grundsätzlich sind baubedingte Schäden an den Bäumen durch den Sachverständigen zu dokumentieren und dem Bezirksamt Altona vor Abgabe der Bäume in die bezirkliche Unterhaltung zu melden. Der LSBG sichert dem Bezirk zu, dass an den übergebenen Bäumen keine verdeckten und nicht dokumentierten Bauschäden entstanden sind.

 

Um Berücksichtigung der Forderungen und erneute Beteiligung nach Eingang geänderter Pläne wird gebeten.

 

 


Petitum:

Der Verkehrsausschuss wird um Kenntnisnahme gebeten.

 

 


Anlage/n:

Verschickungsunterlagen

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Verschickungsunterlagen (3374 KB)