Bezirksversammlung Altona

Drucksache - 20-3137  

 
 
Betreff: Runder Tisch Hunde - Hundefreilaufflächenkonzept (NEUFASSUNG)
Beschlussempfehlung des Amtes
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport
03.01.2017 
Sitzung des Ausschusses für Grün, Naturschutz und Sport zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport
07.02.2017 
Sitzung des Ausschusses für Grün, Naturschutz und Sport zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport
07.03.2017 
Sitzung des Ausschusses für Grün, Naturschutz und Sport ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Anlage 1 Zum Runden Tisch Hunde eingebrachte Beiträge_aktuell  
Anlage 2 Dokumentation Simultanprotokoll Bürger- und Expertendialog Konfliktfreies Flächenkonzept_Internet  
Anlage 3 Expertenbericht zum Thema Hundefreilaufflächen im Bezirk Altona_Internet  
Anlage 4 Prüfkriterien, Bewertung und Übersichtsplan zu den Hundefreilaufflächen  
Anlage 5 Ursprungseingabe - Illegal frei laufende Hunde am Elbestrand, Korr. 23.12.2014  

Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport hat in seiner Sitzung am 02.02.2016 einen Ablaufplan zur Erarbeitung  des Hundeauslaufflächenkonzeptes und sonstiger Maßnahmen, die zur Deeskalation des Konfliktes beitragen können, beschlossen.

 

Das Bezirksamt hat einen Moderator mit der Durchführung der Veranstaltungen beauftragt. Es fanden am 15.09.2016 und am 03.11.2016 jeweils öffentliche Veranstaltungen, sowie zwei Expertenrunden am 28.09.2016 und am 12.10.2016 statt.

 

In der  Auftaktveranstaltung wurden Einführungsreferate von einer Vertreterin des Hamburger Tierschutzvereins, sowie eines Dozenten für Zoologie, Universität Greifswald gehalten.

Die Veranstaltungen ergaben eine Vielzahl von Anregungen zum Umgang mit dem Thema und konkrete Hinweise zu einzelnen Auslaufflächen. Insbesondere wurde ein Kriterienkatalog entwickelt, nach dem die Eignung einer Fläche als Freilaufmöglichkeit oder Hundeauslaufzone eingestuft werden kann (siehe Anlage).

Im Einzelnen sind die Anregungen den Protokollen der Veranstaltung zu entnehmen.

 

Das Freilaufflächenkonzept ist nur ein kleiner Baustein in dem Wirkungskreis der Maßnahmen, die erforderlich sind um das Miteinander zu verbessern. Es ist allerdings der Baustein, der seitens des Bezirksamtes und der Bezirksversammlung unmittelbar beeinflussbar ist. Ohne andere begleitende Maßnahmen ist das neue Freilaufflächenkonzeptes nur bedingt tauglich Verbesserungen in der Problemlage zu erreichen.

 

Aufgrund der Ergebnisse der ersten drei Termine sowie des Kriterienkatalogs, erstellte die Abteilung Stadtgrün ein Freilaufflächenkonzept. Sonstige Hinweise und Anregungen  sind in den Beschlussempfehlungen aufgegriffen.

Das erarbeitete Konzept wurde einem Fachmann zum Thema Hund/Hundehaltung zur Stellungnahme vorgelegt.

 

Die Hundeauslaufzonen und Freilaufflächen sind in beiliegender Liste sowie als Planauszug mit Bewertungskriterien aufgeführt.

 

 

Sie sind untergliedert in:

 

  • Freilaufmöglichkeiten  - neu
  • Freilaufmöglichkeiten  - Bestand angepasst
  • Freilaufmöglichkeiten  - Bestand unverändert
  • Freilaufmöglichkeiten  - Auflösung

 

  • Hundeauslaufzonen  - neu
  • Hundeauslaufzonen  - Bestand angepasst
  • Hundeauslaufzonen  - Bestand unverändert
  • Hundeauslaufzonen - Auflösung

 

  • Hundeverbot  - neu
  • Hundeverbot  - Bestand

 

Ergänzend zu der Diskussion über einzelne Flächen wurden folgende Problemfelder schwerpunktmäßig in dem Beteiligungsprozess benannt :

 

  • Freilaufflächen für geprüfte Hunde und Hundeauslaufzonen sollten gestalterisch aufgewertet werden, um den Hunden entsprechende Anreize zu bieten und die Aufenthaltsqualität für die HalterInnen zu verbessern.
  • Um Konflikte und Gefahren zu vermeiden, sollten einige Flächen zusätzlich eingezäunt werden.
  • Die Flächen sollten eindeutiger beschildert werden.
  • Der Umgang zwischen HundehalterInnen und sonstigen Parkbesuchern müsste verbessert werden.
  • Die Problematik erfordert Öffentlichkeitarbeit (Medienpräsenz, Hundeflyer, …)
  • Das Hundegesetz sollte in einigen Punkten verändert werden.
  • Die Gehorsamkeitsprüfung sollte geändert und die PrüferInnen besser geschult und kontrolliert werden.
  • Der Vollzug des Hundegesetztes muss verbessert werden.

 

Aufgrund der unterschiedlichen Problemlagen  und Zuständigkeiten empfiehlt die Verwaltung folgende Beschlüsse:

 

a)      Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport empfiehlt der Bezirksversammlung, das vorliegende Freilaufflächenkonzept zu beschließen.

b)      Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport empfiehlt dem Haushalts- und Vergabeausschuss, einen Betrag in Höhe von 30.000,-€ für die Überplanung der Hundeauslaufflächen bezüglich der Ausgestaltung, Einfriedigung und Beschilderung zur Verfügung zu stellen. Für die Umsetzung der  Maßnahmen müssen in einem zweiten Schritt weitere Mittel bereitgestellt werden.

c)       Sofern sich aus dem Kreis der Teilnehmer und sonstigen Aktiven, die das Thema konfliktfreies Miteinander durch Aktionen begleiten möchten, ein „Hundebeirat“ gründet, empfiehlt der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport dem Haushalts- und Vergabeausschuss, hierfür einen Verfügungsfond bereitzustellen. Dieser ist mit Mitteln für entsprechende Aktionen auszustatten.

d)      Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport empfiehlt dem Haushalts- und Vergabeausschuss, Mittel in Höhe von 10.000,-€ zur Überarbeitung des Hundeflyers sowie sonstiger Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung zu stellen.

e)      Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport beschließt, der für das Hundegesetz zuständigen Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz die Unterlagen des Runden Tisches mit der Bitte um Prüfung, ob auf dieser Grundlage das Erfordernis zur Änderung des Hundegesetzes besteht, zur Verfügung zu stellen.

 

 

f)        Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport beschließt, der für das Hundegesetz zuständigen Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, die Unterlagen des Runden Tisches mit der Bitte um Prüfung, ob auf dieser Grundlage das Erfordernis zur Änderung der Rahmenbedingungen für die Gehorsamkeitsprüfung besteht, zur Verfügung zu stellen,

g)      Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport empfiehlt der Bezirksversammlung, die Finanzbehörde aufzufordern, den Hunde-kontrolldienst des Bezirksamtes Hamburg-Mitte mit ausreichenden Ressourcen für eine angemessene Kontrolle zur Umsetzung des Hundegesetzes auszustatten.

 

 


Petitum:

Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport wird um Zustimmung gebeten.

 


Anlage/n:

Anlage 1: Zum Runden Tisch Hunde eingebrachte Beiträge

Anlage 2: Dokumentation Simultanprotokoll Bürger - und Expertendialog Konfliktfreies

                Flächenkonzept

Anlage 3: Expertenbericht zum Thema Hundefreilaufflächen im Bezirk Altona

Anlage 4: Prüfkriterien, Bewertung und Übersichtsplan zu den Hundefreilaufflächen

Anlage 5: Ursprungseingabe - Illegal frei laufende Hunde am Elbestrand, Korr. 23.12.2014

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 Zum Runden Tisch Hunde eingebrachte Beiträge_aktuell (1897 KB)      
Anlage 2 2 Anlage 2 Dokumentation Simultanprotokoll Bürger- und Expertendialog Konfliktfreies Flächenkonzept_Internet (338 KB)      
Anlage 3 3 Anlage 3 Expertenbericht zum Thema Hundefreilaufflächen im Bezirk Altona_Internet (471 KB)      
Anlage 4 4 Anlage 4 Prüfkriterien, Bewertung und Übersichtsplan zu den Hundefreilaufflächen (9970 KB)      
Anlage 5 5 Anlage 5 Ursprungseingabe - Illegal frei laufende Hunde am Elbestrand, Korr. 23.12.2014 (7894 KB)