Bezirksversammlung Altona

Drucksache - 20-3724  

 
 
Betreff: Koordination ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit im Bezirk Altona
Mitteilungsdrucksache des Amtes
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsdrucksache öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Sonderausschuss Flüchtlinge
13.06.2017 
Sitzung des Sonderausschusses Flüchtlinge zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Die immer wiederkehrenden Termine, wie Abstimmungs- oder regelmäßige Treffen mit den Koordinatoren aus den anderen Bezirken und dem Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) beispielsweise werden nicht immer explizit aufgeführt. Sie werden nur erwähnt, wenn sich daraus Neuigkeiten ergeben.

 

-          Gerade in öffentlich-rechtlichen Unterbringungen (örU) zeigt sich, dass sich die Interessen der Bewohner*innen ändern, was auch Auswirkungen auf die ehrenamtlichen Angebote hat. Nach wie vor werden Sprachkurse, aber auch Angebote für Familien sehr gut angenommen. Doch gerade immer mehr junge Geflüchtete wollen raus aus der Unterkunft und die Stadt kennenlernen. Die meisten Ehrenamtlichen sind häufig ältere, pensionierte oder in Rente befindliche Personen. Viele jüngere Geflüchtete wünschen sich Ehrenamtliche in ihrem Alter mit ähnlichen Interessen, um mit ihnen die Stadt zu erkunden. Mit Unterstützung von altonavi, die gezielt nach Interessierten in dieser Altersgruppe gesucht haben, wurden gerade neue und junge Ehrenamtliche gefunden, die solche Aktivitäten begleiten.

 

-          Neben den „neuen“ Unterkünften im Bezirk gibt es auch bereits länger existierende, wie beispielsweise die örU in der Sibeliusstraße. Es hat sich im letzten Jahr gezeigt, dass sich besonders um die neuen Unterkünfte das Ehrenamt organisiert. Die örU in der Sibeliusstraße und auch im Kroonhorst haben wenig an dem ehrenamtlichen Engagement partizipiert. Zusammen mit fördern & wohnen (f & w) und altonavi wird der Fokus auf diese Einrichtungen gerichtet, um auch an diesen Standorten ehrenamtliche Angebote zu verstärken und auszubauen. Für die Sibeliusstraße ist es gelungen - auch über eine Förderung aus der Drucksache „Forum Flüchtlingshilfe“ -  mehrere Aktionen im Bereich Gärtnern und Sport für dieses Jahr zu realisieren.

 

-          Es gab ein Treffen mit den „Holmbrookern“ und der Christuskirche Othmarschen. Es wurde der Bedarf an „Ruhe-Räumen“ fürs Lernen etc. genannt. In der Unterkunft selber ist dafür aber kein Platz. Zusammen mit der Kirche und dem Bezirk wird an einer Lösung gearbeitet. Eine Containerlösung wird verfolgt Die Ehrenamtlichen und die Kirchengemeinde haben sich bereit erklärt, einen solchen Container zu betreuen. Die Schaffung einer Stelle für einen Bundesfreiwilligen mit Flüchtlingserfahrung oder eine geringfügige Beschäftigung einer Familie aus der ÖrU Holmbrook zur Begleitung dieses Vorhabens, wird von der Kirche erwogen und derzeit geprüft. Die „Holmbrooker“ erhoffen sich von den neuen Räumlichkeiten, dass einige der Ehrenamtlichen neue Angebote starten oder alte wieder aufnehmen, die aufgrund von Platzmangel eingestellt wurden. Es wird nun ein Klärungsgespräch mit der Kirche, f & w, und dem Bezirksamt geben. Dort werden die Möglichkeiten zum Aufstellen eines zusätzlichen Containers und dessen Betrieb erörtert und weitere Schritte vereinbart.

 

-          Im letzten Jahr gab es ein explizites Ferienprogramm für ausgewählte Erstaufnahmen, in diesem Jahr sollen alle Kinder aus den Unterkünften an der Ferienpassaktion vom Jugendinformationszentrum (JIZ) partizipieren. Auf bezirklicher Ebene liegt die Federführung für Ferienprogramme für alle Kinder und Jugendliche im Jugendamt. Zusätzlich für Bahrenfeld wird vom Bezirk jedoch der Versuch unternommen, in den letzten drei Wochen der Sommerferien ein Filmprojekt zusammen mit „Jugendfilm e.V.“ auf die Beine zu stellen. Kinder aus den örU´s produzieren den Film selber und sind auch Hauptdarsteller. F & w hat bereits die Erlaubnis erteilt, so ein Projekt und Filmaufnahmen auf ihrem Gelände zu ermöglichen. Ziel ist es, dass die Kinder von der Entstehung bis zur Fertigstellung des Films beteiligt sind, aber auch der Bezirk davon profitieren kann, denn inhaltlich soll es so sein, dass die Kinder und Jugendlichen über ihre Erlebnisse in ihrer neuen Heimat berichten. Wie fühlen sie sich hier, sind sie gut angekommen, wie sieht ihr Tagesablauf aus? Konkretes wird in den nächsten Wochen mit den Einrichtungen und Jugendfilm besprochen.

 

-          Am 14.07.2017 findet die zweite Ehrenamtsveranstaltung in diesem Jahr statt. Thema: Interkulturelle Kompetenz. Die Referentin hat zugesagt, das Save-The Date ist bereits rausgegangen. Die Veranstaltung wird dieses Mal jedoch nicht im Altonaer Rathaus stattfinden können, da der Kollegiensaal renoviert wird. Der Steenkampsaal ist dafür bereits gebucht.

 

-          Auf Grundlage der durch die Bezirksversammlung beschlossenen Geschäftsordnung wurde eine Ausschreibung für die Besetzung des Quartiersbeirats Bahrenfeld (Lurup) über die Pressestelle veröffentlicht. In diesem Kontext wurden Institutionen gezielt angesprochen, um sie für Bewerbungen zu motivieren. Bewerbungen sollen bis zum 15.06.2017 im Rathaus eingehen. Dann erfolgt die Auswertung der Bewerbungen und die Vorbereitung der Wahl in der letzten Sitzung des Sonderausschuss Flüchtlinge vor der Sommerpause am 11.07.2017. Ziel ist es, dass die konstituierende Sitzung des Beirats im September erfolgen kann. Bisher sind drei Bewerbungen eingegangen.

 


Petitum:

Der Sonderausschuss Flüchtlinge wird um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n:

ohne