Bezirksversammlung Altona

Drucksache - 20-3746  

 
 
Betreff: Willkommenskultur statt Ausgrenzung
Beschlussvorlage des Amtes
Status:öffentlichDrucksache-Art:Sitzungsvorlage öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Sonderausschuss Flüchtlinge
13.06.2017 
Sitzung des Sonderausschusses Flüchtlinge ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Antrag des Hamburger Konservatoriums i.H. von insgesamt 53.600 € zur Deckung einer Förderlücke des Bundesprogramms „Willkommenskultur statt Ausgrenzung“ vom 01.08.2017 bis zum 31.12.2017.

 

Das Hamburger Konservatorium setzt, wie es der Antragsbeschreibung zu entnehmen ist, seit 2015 im Rahmen des oben genannten Programms Musikangebote in Flüchtlingsunterkünften, internationalen Vorbereitungsklassen und in der Folge auch in Kooperation mit örtlichen Kinder- und Jugendhilfeträgern um. Der Träger ist im gesamten Stadtgebiet tätig. Die hier beantragten Projekte werden ausschließlich in Altona umgesetzt.

 

Die Förderung des Bundesprogramms „Willkommenskultur statt Ausgrenzung“ läuft zum 31.07.2017 aus. Eine Folgefinanzierung des Bundes ist dem Träger bereits zugesagt. Es ist seitens des Bundes jedoch nicht möglich, die Finanzierung direkt ab 01.08.2017 sicherzustellen. Die Folgefinanzierung beginnt am 01.01.2018.

 

In der Arbeit mit Geflüchteten ist es wichtig, eine Verbindlichkeit und Kontinuität in der Angebotsgestaltung sicherzustellen. Eine Unterbrechung des Projektes für ein halbes Jahr bedeutet die temporäre Einstellung einer aufgebauten Angebotsstruktur, die mit Räumlichkeiten und Personal hinterlegt ist, den Abbruch von aufgebauten Beziehungsstrukturen zu den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und ggf. auch den Verlust gelernter musikalischer Fähigkeiten und Kompetenzen.

 

Das Hamburger Konservatorium leistet über die Gestaltung musikalischer Angebote hinaus eine zwingend notwendige, traumasensible Arbeit mit den Kindern und Erwachsenen mit Fluchterfahrungen. Auch für diese Gruppe kann eine Unterbrechung der Angebotsstruktur zu weiteren „Verletzungen“ führen, indem für sie notwendige Entlastungsangebote entfallen müssen.

 

In Gesprächen mit dem Hamburger Konservatorium wurde vereinbart, dass insbesondere in den Altonaer Schwerpunktgebieten Sülldorf, Iserbrook und Rissen eine Kooperation mit Jugendhilfeangeboten angestrebt wird.

 

Zurzeit stehen im Quartiersfonds II noch 30.000 disponible Mittel zur Verfügung, die für die Finanzierung des Projektes eingesetzt werden können. Die fehlenden ca. 24.000 € werden im Rahmen der „Drs. 21-6976 Quartiersfonds gestalten“ - dem sogenannten Quartiersfonds III, von der Finanzbehörde abgefordert.

 

Die Weiterführung dieses Projektes liegt im Interesse der FHH. Aus bezirklicher Sicht handelt es sich hier um ein sehr wertvolles und umfassendes Angebotsportfolio, das an den Kompetenzen und Ressourcen der Geflohenen ansetzt und mit dem die Integration der Zielgruppe positiv unterstützt und gefördert werden kann. 

 


Petitum:

Der Ausschuss wird um Beratung und Erarbeitung einer Empfehlung für den Haushalts- und Vergabeausschuss gebeten.

 


Anlage/n:

Antragsunterlagen (nicht-öffentlich)

Stammbaum:
20-3746   Willkommenskultur statt Ausgrenzung Beschlussvorlage des Amtes   Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   Sitzungsvorlage öffentlich
20-3746.1   Willkommenskultur statt Ausgrenzung Empfehlung des Sonderausschusses Flüchtlinge   Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   Beschlussempfehlung öffentlich