Bezirksversammlung Altona

Drucksache - 20-4099  

 
 
Betreff: Katharinenhof: Wer bremst den "talentierten" Mr. B. oder öffentliches Grün muss endlich wieder öffentlich zugänglich sein!
Kleine Anfrage von Wolfgang Kaeser (SPD-Fraktion)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Kleine Anfrage öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Bauausschuss
24.10.2017 
Sitzung des Bauausschusses zur Kenntnis genommen   
Bezirksversammlung
02.11.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport
07.11.2017 
Sitzung des Ausschusses für Grün, Naturschutz und Sport zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Der Katharinenhof wurde 2009 von der Freien und Hansestadt Hamburg unter der Verantwortung des damaligen CDU-Finanzsenators und gegen das Votum der SPD an den Investor Peter Bishop mit der Auflage verkauft, das historische Herrenhaus und den dazu gehörigen Musenstall bis zum 17. Dezember 2015 denkmalgerecht zu sanieren. Ein Ende der Sanierungsarbeiten ist derzeit nicht zu erwarten. Dies insbesondere, da der Investor den Katharinenhof zwischenzeitlich über das Immobilienbüro „Engels & Völkers Commercial“ im Angebotsverfahren zum Verkauf anbietet.

 

Seit vielen Jahren kann das öffentliche Grün auf privatem Grund sowohl südlich als auch insbesondere nördlich des Herrenhauses und die Wegeverbindungen für die Besucherinnen und Besucher des Parks nicht genutzt werden, weil diese Fläche mit einem Bauzaun abgesichert ist. Gleichwohl haben alle, die im Baurs Park verweilen wollen, einen Anspruch, diese abgesperrten Flächen endlich wieder betreten zu dürfen.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich das Bezirksamt Altona:

 

  1. Kann und wird das Bezirksamt Altona aufgrund einer nicht vorhersehbaren weiteren Bauzeit am Katharinenhof und des angestrebten Verkaufs der Immobilie zur Herstellung ordnungsgemäßer Zustände die in der Baugenehmigung angeordnete Aufstellung von Bauzäunen in der bisherigen Form aufheben und deren Abbau anordnen?

 

1.1.   Wenn ja, wann?

1.2.   Wenn nein, warum nicht?

 

  1. Sieht das Bezirksamt Altona alternativ für den Fall, dass eine bauliche Absicherung des Katharinenhofes und des Musenstalls nach wie vor erforderlich sein sollte, eine Möglichkeit, die Bauzäune in unmittelbarer Nähe der beiden Gebäude aufzustellen?

 

2.1.   Wenn ja, wann?

2.2.   Wenn nein, warum nicht?

 

  1. Wann ist das Bezirksamt Altona seiner von der Bezirksversammlung geforderten Aufsichts- und Kontrollpflicht zu einem zumutbaren Baufortschritt und -abschluss im halbjährlichen Kontrollrhythmus nachgekommen und mit welchem Ergebnis?

 

Das Bezirksamt Altona beantwortet die Fragen wie folgt:

 

Zu Frage 1:

Der Abbau des Bauzauns gemäß Baugenehmigung kann nicht angeordnet werden, da noch Sanierungsarbeiten stattfinden, Material gelagert und die Baustraße genutzt wird.

 

Zu Frage 2:

Der Bauzaun grenzt im Süden bereits in geringem Abstand an das Haupthaus an.

Die Baustraße muss frei von Passanten genutzt werden können.

 

Zu Frage 3:

Mit dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) sowie mit dem Denkmalschutzamt erfolgte Ende 2015 eine gemeinsame Begehung des Haupthauses.

Die dortigen Sanierungsarbeiten sind fachgerecht ausgeführt worden. Ob der LIG weitere Begehungen durchgeführt hat, ist dem Bezirksamt nicht bekannt.

 


Petitum:

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n:

ohne