Bezirksversammlung Altona

Drucksache - 20-4174  

 
 
Betreff: Jeder kann Leben retten – auch in Altona
Dringlicher Antrag der Fraktionen von CDU und FDP (Neufassung)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag öffentlich
Federführend:Geschäftsstelle der Bezirksversammlung   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung
02.11.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Bei akutem Herz-Kreislauf-Versagen ist es wichtig, schnell Hilfe zu leisten, um das Leben des Menschen zu retten, aber auch um Folgeschäden aufgrund mangelhafter Sauerstoffversorgung des Menschen zu verhindern.

 

Laut Umfragen trauen sich aber nur 10 Prozent aller Deutschen zu, das Richtige zu tun. Und das obwohl die meisten irgendwann einmal einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht haben – aber oft liegt der Kurs lange zurück und viele erinnern sich nicht mehr, was genau zu tun ist. Kinder und Jugendliche haben meist noch gar keine praktische Schulung erhalten, obwohl die zu ergreifenden Maßnahmen auch von jungen Menschen gelernt und durchgeführt werden könnten. Das zeigt auch das Beispiel der skandinavischen Länder, wo lebensrettende Maßnahmen schon ab dem Vorschulalter beigebracht werden.

 

Denn die Maßnahmen sind einfach und unkompliziert zu erlernen. Das Wissen kann schon in kurzen Übungseinheiten vermittelt bzw. aufgefrischt werden. Wir sollten also anstreben, dass möglichst viele Menschen in der Lage sind, in lebensbedrohlichen Situationen, die ja immer und überall auftreten können, zu helfen. Hierbei ist das Augenmerk auch auf die Schulung zum fachgerechten Einsatz von Defibrillatoren zu richten. Diese stehen zahlreich im öffentlichen Raum bereit, werden jedoch oft aus Angst vor Bedienungsfehlern, nicht benutzt.

 

Mit dem Präventionsgesetz aus dem Jahr 2015 sind neue finanzielle Ressourcen zugänglich geworden, die für Gesundheitsförderung und Prävention speziell in Lebenswelten zur Verfügung stehen. Die entsprechende Landesrahmenvereinbarung für Hamburg ist in 2016 geschlossen worden. Damit stehen also auch Mittel zur Verfügung, die solche Kursangebote in den verschiedenen Lebenswelten Kita, Schulen, Sportvereinen und sonstigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Freizeitgestaltung, aber auch Betrieben, durchgeführt werden können.

 

Vor diesem Hintergrund beschließt die Bezirksversammlung Altona:

 

  1. Im Rahmen der Veranstaltungen der Altonaer Gesundheitsgespräche sollen regelmäßig Informationen und Angebote zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen präsentiert werden.

 

  1. Das Bezirksamt Altona wird aufgefordert, die organisatorischen Voraussetzungen für eine Bewerbung um Mittel aus dem Präventionsgesetz zu schaffen und ein systematisches Schulungsangebot für lebensrettende Maßnahmen zu schaffen.

 

  1. Die Maßnahmen sollen die Schulung an Defibrillatoren ausdrücklich einschließen.

 

 


Petitum:

Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.

 

 


Anlage/n:

ohne